Archives: 29. September 2019

Das Festival der Demokratie am 06.09.2020 am Aachener Weiher

Köln spricht ist wieder da! Am 6. September ab 14 Uhr am Aachener Weiher

Lange waren wir nun weg und es ist super viel passiert. Doch am 6. September melden wir uns endlich zurück!

Kurz & knapp:

Wo: Am Aachener Weiher, unweit vom Kulturdeck

Einlass: ab 13:30 Uhr

Diskussionsstart: um 14:00 Uhr

Eintritt frei

Dieses Mal stellen wir aufgrund der aktuellen Situation leider keine Häppchen zur Verfügung. Allerdings gilt weiter: Alle Veranstaltungen von Köln spricht sind kostenlos und 100% ehrenamtlich organisiert. Wir sind für jede Spende dankbar ❤, die unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt.

Getränke können auf eigene Kosten im Biergarten am Aachener Weiher besorgt oder selbst mitgebracht werden.


Demokratie im Wohnzimmer

Demokratie im Wohnzimmer

Nach einer kleinen Corona-Pause melden wir uns zurück.
Für jetzt: ganz anders, ganz neu, aber doch die Alten. Langsam wollen wir uns gemeinsam mit euch an digitale Spricht-Formate herantasten. Wir beginnen über unsere altbekannten Kanäle – bringen euch jeden Tag ein Format, einen Input, einen Gedanken und freuen uns über euer Feedback in den Kommentaren und zu unseren Umfragen.
Wir sind außerdem fleißig dabei ein interaktives Streaming Portal aufzubauen, um dort mit euch wie noch Anfang des Jahres persönlich zu diskutieren und uns mit euch auszutauschen.
Unseren ersten Post zum digitalen Köln Spricht könnt ihr morgen auf Instagram, Facebook und Twitter sehen. Alles weitere bald!

<3 euer Köln Spricht Team


Keine Veranstaltung im April

Hallo liebe Freund*innen,

mit schwerem Herzen müssen wir euch leider mitteilen, dass unsere wie üblich am ersten Sonntag im Monat stattfindende Veranstaltung im April ausfallen wird. Warum? Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken, aber das Corona Virus und die damit zusammenhängenden Verbote für Vereinstreffen, Veranstaltungen, usw. betreffen auch uns. Das ist zwar schade, aber in Anbetracht der momentanen globalen Situation und gerade im Hinblick auf die anfälligeren Mitmenschen absolut nachvollziehbar und die einzige richtige Vorgehensweise.

Wir werden diese Zeit nutzen, um uns intern zu ordnen und unsere neu eingeführte Struktur (digital) zu erproben, um dann zum nächst möglichen Termin wieder mit euch diskutieren zu können! Über weitere Veranstaltungen über den April hinaus werden wir euch dann informieren.


Wir haben eine neue Organisationsstruktur!

Wir haben am 3.3.2020 eine neue Organisationsstruktur in der Version 1.0.1 im Plenum per Konsent für 3 Monate Probe beschlossen.

Sie basiert auf Ressort-AG’s, Agilität, Konsent, fraktaler Selbstähnlichkeit, Selbst-Organisation und entpersonalisierten Hierarchien. Dabei ist sie gewiss sehr Soziokratie-ähnlich, nur etwas einfacher, generischer und skalierbarer.

Das Struktur PDF in der Version 1.0.2 findet sich hier im Anhang und kann unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA-4.0 genutzt werden. Wenn Ihr Euch mit Euren eigenen Vereinen und Initiativen dafür interessiert oder über vergleichbare Selbstorganisation austauschen wollt , kontaktiert uns gerne.

Unsere internen Wahlen der Plenum-AG- und  Ressort-AG-Koordinatoren finden am 17.3 online statt – sofern wir dem Corona-Virus ein digitales Schnippchen schlagen können.

@@@Koeln-Spricht.de.===Organisationsstruktur===.1.0.2

 


Köln spricht am 1. März 2020 im Kulturraum 405

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Im März ist es wieder so weit, am 01.03.2020 heißen wir euch mal wieder herzlich Willkommen!
Los geht es ab 14 Uhr, Einlass 13:30 Uhr. Die Veranstaltung findet im Kulturraum 405 e.V. in Ehrenfeld statt!

Aber was erwartet euch dieses Mal?

  • Um 14:00 beginnen wir wie immer wir mit einem kurzen Monatsrückblick
  • Das erste Thema folgt ab 14:20 Eine Diskussion über den „Kontaktabbruch mit meinen Eltern – von der Tragweite sich selbst zu wählen“ mit Jennifer im Gespräch und zum Austausch auf der Bühne
  • Ab 15:40 gibt es RAP aus Köln von Invo
  • Um ca. 16 Uhr beginnt ein Frag mich alles zum streiten und diskutieren (FMA) mit Gunnar Kaiser mit Thema „Gemeinschaft, zwischen Einsamkeit und Gruppenzwang“
  • Ab 17:15 gibts Stimme, Gitarre, Bratsche und der Klang der 808 von Rost und Knochen
  • ab 17:40 stellen sich Initiativen vor
  • um 17:45 beginnt unser letzter Themenblock: Eine Frage an uns alle „Zu Vino sag ich nie no“ – Wie viel Rausch wollen wir? von verschiedenen Seiten durchleuchtet von Michael und Anniki

Freut euch also über interaktive Debatten und Austausch auf Augenhöhe.

FAKTS: Wo & wann genau?

Kulturraum 405, Venloer Str. 405, 50825 Köln-Ehrenfeld

Einlass ab 13:30 Uhr, Diskussionsstart 14 Uhr

Eintritt frei

Catering durch uns – Wir freuen uns über eure Spende

Getränke an der Theke vom Kulturraum

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Köln spricht am 2. Februar 2020 im Hopla in Kalk

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Im Februar geht es mit neuen Wegen weiter – wir sehen uns endlich rechtsrheinisch! Lange haben wir uns auf der linken Seite Kölns getummelt und schaffen nun endlich den Schritt über das große Wasser.

Am 02.02.2020 (was für ein magisches Datum) erwarten wir dich im Hopla in KALK! Los geht es ab 14 Uhr, Einlass 13:30 Uhr

Aber was erwartet euch dieses Mal?

Soviel sei schon gesagt: es wird aktuell, spannend, politisch und melodisch!

Eingestimmt wird mit ein bisschen Musik von Phil Young. Es wird um den USA-Iran-Konflikt gehen mit einer tollen Speakerin, die uns dazu einen tiefen Einblick geben kann! Nach melodischen Klängen von Meister Frisch und einer bewegten und bewegenden Slamsession von Katharina wollen wir mit euch über die Identitätsfalle sprechen: Wer sind wir kulturell und national? Wie werden wir wahrgenommen?

Freut euch also auf interaktive Debatten, die mal wieder von persönlichem bis politischem alles betreffen.

Wer Lust hat kann direkt nach der Veranstaltung direkt im Hopla sitzen bleiben und in Sonntagstradition Nachrichten und Tatort schauen. 

Werft einen Blick in unser Fotoalbum zur letzten Veranstaltung.

FAKTS: Wo & wann genau?

Hopla, Steprathstraße 26, 51103 Köln

Einlass ab 13:30 Uhr, Diskussionsstart 14 Uhr

Eintritt frei

Catering durch uns – Wir freuen uns über eure Spende

Getränke an der Theke vom Hopla

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Köln spricht am 05. Januar 2020 @Club Bahnhof Ehrenfeld (CBE)

Am 05. Januar 2020 spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Zum ersten Mal im neuen Jahr! Wie immer erwarten Euch packende Diskussionen gemischt mit einem auflockerndem Kultur-Angebot.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und leckeres Gratis-Catering in dem Wohnzimmer der Demokratie. Jeden ersten Sonntag im Monat von 13.30-20 Uhr.


Wann? 05. Januar, 13.30-20 Uhr

Wo? Club Bahnhof Ehrenfeld, direkt unter dem S Bahnhof Ehrenfeld

Wie anmelden? https://www.meetup.com/de-DE/KOELN-SPRICHT/events/qnkdxqybccbhb/ oder auf FB oder einfach kommen.

Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt aber wir lieben und leben eure Spenden!


Köln spricht Themenabend: „Depression hat viele Gesichter“ am 16.11.19 @Kulturraum405

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 16. November spricht Köln wieder miteinander statt übereinander – dieses Mal mit einem Themenschwerpunkt: Depression.

Depression hat viele Ursachen – Depression hat viele Emotionen – Depression hat viele Therapiemöglichkeiten – Depression betrifft in Deutschland 11,3% aller Frauen und 5,1% aller Männer – mit Depression hatten die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens bereits Kontakt, sei es in Ihrem Umfeld oder persönlich

Um es kurz zu fassen, Depression hat unzählig viele Gesichter und vor allem braucht das Thema Depression eine Sprache!


Was wäre also Köln spricht, wenn wir nicht auch solch einem in der Öffentlichkeit häufig sehr sensiblen Thema gemeinsam versuchen würden eine Sprache und einen Raum zu geben, an dem Platz ist für Meinungen, den Austausch von Erfahrungen, Aufklärung, Sensibilisierung und vielem mehr ist.

Wann? 16. November, 17.00-19.45 Uhr
Wo? Kulturraum 40t in Venloer Str 405, Ehrenfeld
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt

Agenda

17:00 – 17:15
Willkommen und Einstieg in das Thema
17:15 – 17:55
Frag mich alles mit einer Betroffenen – Kristine spricht
18:00 – 19:00
World Cafe – Welche Ursachen und Therapien kennen wir? Welche Thearpien brauchen wir?
19:15 – 19:25
Initiativen stellen sich vor – entdecke die Vielfalt!
19:25 – 19:45
Livemusik mit Faira[/column]
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Der Köln Spricht Monatsrückblick beim 40. Festival der Demokratie – #ks40 – vom 6.10.2019 (!1.1.0)

Der Köln Spricht Monatsrückblick beim 40. Festival der Demokratie – #ks40 – vom 6.10.2019 (!1.1.0)

(photo: Jordan Beltran / unsplash license / https://unsplash.com/photos/AxdlcxaModc)

Hallo, mein Name ist Emanuel. Wie jeden Monat möchten wir auch dieses Mal das „miteinander sprechen“ mit einem gemütlichen Blick zurück beginnen, dem Monatsrückblick.

Der September 2019 war weltweit jedoch so ereignisreich, dass man ihm in 15 Minuten kaum gerecht werden kann. Das angehende Amtsenthebungsverfahren des amerikanischen Präsidenten; das nie enden wollende britische Brexit-Theater; die zunehmenden Freiheits-Proteste in Hongkong; eine ganze Serie von Science-Fiction ähnlichen Erfindungen und Entdeckungen, die wohl die Welt massiv verändern werden, etc. pp.

Deshalb möchte ich mich lieber – und mit Eurer Erlaubnis – mit etwas Tiefe statt Breite, der, aus meiner Sicht, ganz großen Nachricht des Monats September 2019 widmen. Es sind die zwei vielleicht größten Narrative der Menschheit, die das erste Mal global und auf Augenhöhe aufeinandertreffen: Das Märchen des ewigen Wachstums und der Mythos des ewigen Kreislaufs.

Auf der einen Seite erzählt uns das Märchen, dass ohne ewiges Wachstum unsere Wirtschaft zerstört würde. Auf der anderen Seite berichtet uns der Mythos, dass, wenn wir als Menschheit nicht bald erwachsen werden, unser Planet durch uns bis zur Unbewohnbarkeit zerstört wird. Ich möchte mit Euch auf insgesamt drei Orte dieser geschichtsträchtigen Begegnung von Märchen und Mythos im September 2019 zurückblicken. Vorher möchte ich aber, zum besseren Verständnis der großen Zusammenhänge, noch einen kleinen Schritt zurückgehen und Euch fragen: Wer von Euch kennt David Koch? Anfang September wurde David Koch im Alter von 79 Jahren zu Grabe getragen.

(Niemand im Publikum hebt den Arm.)

Original Niemand? Wow!

Wer also war David Koch? Einer der mächtigsten Männer des Planeten, aber kaum einer kennt ihn. Es waren lediglich er und sein Bruder, beides unfassbare Öl-Milliardäre, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten im Juni 2017 dazu gebracht haben, den Pariser Weltklima-Vertrag zu kündigen. Die Koch-Brüder investierten sogar schon seit 1991 (!) jährlich hunderte Millionen bis Milliarden Dollar in die Leugnung der Klimakatastrophe, wie der New Yorker und der Guardian jüngst berichteten. Natürlich wurden Journalisten, Wissenschaftler und Politiker weltweit mit entsprechenden Geldbeträgen versorgt. Sie haben sogar den Republikanern, die ja theoretisch konservativ sind, mit ihrem Geld und Machtstreben jede Form von konservativem Klimaschutz dauerhaft ausgetrieben.

Mit all diesem Tun haben sie seit 1991 jedoch vor allem eins verhindert: Einen globalen Preis für ihren globalen Müll. Gemeint ist ein CO2-Preis, denn dieser würde die ökologische Beschränktheit angemessen reflektieren und eine echte wirtschaftliche Beschränkung ihres Ölwachstums zur Folge haben. Wenn jemand mal eine Liste schreiben wollte mit den Hauptverursachern der Klimakatastrophe, dann müsste er die Koch-Brüder als erstes anführen. Und einer der beiden, ist jetzt tot.

(Photo: Alexander Migl CCASA4.0I – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Porsche_Taycan_at_IAA_2019_IMG_0786.jpg)

Aber kommen wir nun zum ersten Schauplatz in unserem Monatsrückblick. Der 14. September auf der IAA in Frankfurt. Drinnen: 850.000 BesucherInnen mit einem Altersdurchschnitt von 34 Jahren, mittendrin im Märchen des ewigen Wachstums, immer auf der Suche nach neuen Auto-Superlativen. Draußen: 20.000 DemonstrantInnen, Altersdurchschnitt vermutlich irgendwo knapp unter 20 Jahren, demonstrieren laut und bunt im Sinne des endlichen Wachstums, für die Verkehrswende und gegen die Klimakatastrophe. Drinnen erzählt VW eines der neuesten und letzten Märchen des ewigen Wachstums und präsentiert stolz und klimabewusst den ersten seiner Art: der Porsche Taycan – Der erste Elektro-Porsche, mit dem man trotz Klimakrise dank Elektromotor einfach weitermachen und immer weiter Gas geben kann. Komplett emissionsfrei – natürlich, und dabei hat er auch noch 761 PS. Auf gut Deutsch spannt man sich also 761 Pferde vor den Karren, um damit beispielsweise durch die Ehrenstraße zu kutschieren. Ist das nicht wundervoll?

Nur leider hat die Sache einen Haken. Einen, den wir im Übrigen ebenfalls den Koch-Brüdern & Konsorten zu verdanken haben. Die Rede ist von der gängigen Desinformation: Nämlich, dass das CO2 in erster Linie von „uns“ als Konsumenten verursacht würde, etwa durch Urlaubsreisen. Dabei werden 70% des weltweiten CO2’s nicht durch Konsum, sondern bereits während der Produktion erzeugt. Mit anderen Worten: Dein persönlicher CO2-Fußabdruck ist schon zu 70% an der Ladentheke entschieden worden, egal was du kaufst. Bereits mit jedem Einkauf trägst du also bereits unwissend zu der Vergrößerung deines ökologischen Fußabdrucks bei.

„Wer von Euch mag Kopfrechnen?“ – Ich will den Haken des neuen VW Porsche Elektroautos mal mit euch durchrechnen. Einen ganz fetten Haken, den übrigens alle Elektroautos haben: Die Batterie. Sie wiegt insgesamt ca. 625kg mit einer Kapazität von 100kwh und, jetzt kommt’s, verursacht in der Produktion bis zu 20 Tonnen CO2. Beim amerikanischen Konkurrenten Tesla ist das übrigens nicht anders. Wenn wir aber das 1.5-Grad Ziel erreichen wollen, dann bleibt uns fortan noch ein CO2- Budget von ca. 2 Tonnen jährlich pro Kopf.

Wer sich also ein solches Elektroauto kauft, hat sein CO2-Budget bereits für die nächsten 10 Jahre komplett aufgebraucht, ohne auch nur einen einzigen Zentimeter gefahren zu sein. Und das nur für die Elektrobatterie, von dem Rest des Autos ganz zu schweigen. Die CO2-Bilanz eines solchen Elektroautos würde sich laut VW auch rechnerisch erst nach 10 Jahren Nutzung gegenüber einem Verbrennungsmotors rentieren. Nur leider hält die Batterie keine 10 Jahre. Wenn man das alles jetzt auf die weltweit auszutauschenden 1,3 Milliarden Autos hochrechnen würde, dann bliebe von dem globalen „Allzeit-CO2-Restbudget“ nicht mehr viel übrig. Wenn die Rede von dem CO2-Restbudget ist, dann sprechen wir von den gerade mal 380 Milliarden Tonnen CO2, die die gesamte Menschheit zukünftig noch in die Atmosphäre ausstoßen darf, nicht mehr viel übrig.

Diese einfache Rechnung beachtet aktuell aber anscheinend weder die Autoindustrie noch die Politik – oder sie können einfach nicht weiter als bis zum nächsten Quartal rechnen. Nun ja, neben der ganzen Schönmalerei hatte der Besucher auf der IAA auch noch die Gelegenheit das Märchen des ewigen Wachstums zu bestaunen: Im Fokus standen SUV’s und die Steigerung ihrer Verkaufszahlen. Aber auch diese wirtschaftliche Denke, bzw. dieses wirtschaftliche Missverständnis, würde mit Hilfe eines entsprechenden produktions-relevanten C02-Preis, der einem globalen Maßstab unterliegt, auffliegen.

Man könnte sich abschließend Fragen: Ist am Ende die E-Mobilität für die Autoindustrie das, was die E-Zigarette für die Tabakindustrie ist?

Photo: Frida Prober cc-by-sa-4.0 / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Streik_f%C3%BCrs_Klima!_Fridays_for_Future,_Berlin,_25.01.2019_(cropped).jpg

Nun komme ich zum 20. September 2019. Wo? Auf den Straßen – weltweit. Es ist etwas Bemerkenswertes passiert. Was ich damit sagen will: Der Mythos des ewigen Kreislaufs ist erwacht, und zwar in Form der größten globalen Klima-Demonstration seit Menschengedenken. In Deutschland, Uganda, Russland, Afghanistan, Amerika, Südafrika, ja Sogar in der Arktis – überall in der Welt sind zwischen 5 und 10 Millionen Kinder sowie Menschen an einem einzigen Tag friedlich auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Nicht nur gegen C02, sondern gegen alle Formen von Umweltvergiftung und für das Klima, für den Planeten und wider dem Märchen des unendlichen Wachstums.

„Wer war von Euch dabei?“ – Das war nicht zu übersehen, weltweit ist der Mythos des ewigen Kreislaufs dem Märchen des ewigen Wachstums auf Augenhöhe begegnet und hat spürbar Druck ausgeübt – auch auf unsere Bundesregierung, die GroKo. „Fridays for Future haben uns alle aufgerüttelt“, gestand SPD-Vizekanzler Olaf Scholz mit Verweis auf den Klimastreik. Am selben Tag noch, haben unsere geschätzte Bundeskanzlerin und ihre KollegInnen nach einer 19 Stunden langen Verhandlungsnacht ihren Klimaplan, völlig übernächtigt, präsentiert. „Immerhin mal 19 Stunden Zeit fürs Klima genommen…“, könnte man sagen. Herausgekommen ist dabei jedoch leider nur ein um 20 Jahre verspätetes und bis heute massiv kritisiertes Eckpunkte-Papier. Das Einzige was aus diesem Papier hervorsticht, sind die durch unzählige Kompromisse weichgespülten Klimamaßnahmen.

Aber eines ist dennoch positiv hervorzuheben: Ein fester CO2-Preis. Unternehmen sind ab 2021 dazu verpflichtet auf nationaler Ebene 10EUR pro Tonne C02-Ausstoß zu bezahlen. Dies gilt allerdings nur als Verschmutzungsrecht in Form von Zertifikaten und auch nicht als CO2-Steuer. Es stimmt, der Preis ist außerdem viel zu niedrig, denn wenn man den CO2-Preis Effekt einmal nachrechnet, erkennt man schnell, dass eine Einzelperson ihr Klimabudget von maximal 2 Tonnen CO2/jährlich schnell um 100% überschöpft hat. In etwa durch den bloßen Kauf eines Elektroautos, zumal sie dann nur 20EUR draufzahlen müsste. Aber mit einer Strafe von 20EUR kannst du ja noch nicht mal einen VW Golf vom Falschparken abhalten.

Das ist natürlich der Kompromissmentalität der Politik geschuldet, die wohl erst anfängt zu begreifen, dass das Klima keine Kompromisse eingehen kann. Hinzukommend ist es natürlich auch ein wenig rückständig von Deutschland, wenn man bedenkt, dass die Schweden schon 1991 einen CO2-Preis von 35EUR / Tonne eingeführt haben. Aber immerhin ist es eine harte Bepreisung von CO2 und natürlich der richtige Weg, um die Wirtschaft, die diesen Luft-Müll verursacht, längerfristig finanziell dafür zu sensibilisieren. Eine weitere gute Sache: Jetzt wo der CO2-Preis da ist, kann man ihn zügig und anziehen, beziehungsweise angemessen regulieren. Hätten wir 1991 bereits einen globalen CO2-Preis nach schwedischem Vorbild eingeführt, dann wäre uns vielleicht – schon aus rein wirtschaftlichen Gründen – die gesamte Klimakatastrophe erspart geblieben. Aber das haben die Koch-Brüder sowie ihre fossilen Mitstreiter erfolgreich verhindert.

(Photo: Andreas Hellberg CC-BY-SA-4.0 / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Greta_Thunberg_4.jpg)

Kommen wir nun zum Ende und gleichzeitig zum dritten großen Schauplatz. Am 23. September 2019 traf nun endlich in New York das schwächelnde Märchen des ewigen Wachstums auf den aufstrebenden Mythos des ewigen Kreislaufs. Wo genau? Auf dem UN-Klimagipfel. Der aufstrebende Mythos des ewigen Kreislaufs erschien in Person von Greta Thunberg, die den dort versammelten Vereinten Nationen und ihren Regierungschefs eine unverblümte Standpauke gehalten hat: „Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum.“ sagte sie, und weiter „Wie könnt ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weitermacht wie vorher – und mit ein paar technischen Lösungsansätzen? Ihr seid immer noch nicht reif genug zu sagen, wie es wirklich ist.“

Ja, sie war ein wenig verbissen und auch ihr Wutausbruch schien zumindest teilweise kalkuliert, aber wer kann ihr das verdenken?

Ich Danke Euch, für Eure Aufmerksamkeit! 🤓


disclaimer: Dieser Artikel enthält nicht die Meinung von Köln spricht, sondern  die des Autors. Köln spricht ist ein Forum zum Meinungsaustausch auf Augenhöhe, neutral und plural, divers und kontrovers.

Diskussionsbedarf? Bei #ks41 am 3.11.2019 im trafic haben wir einen offenen Demolog und wollen Euch konkret fragen: Rettet E-Mobilität das Klima (oder nur die AutoIndustrie). Wenn ja, wie. Wenn nein, was dann?

ps: Danke an Nadine Primo (https://www.nadine-primo.com/) für das redigieren.

Webquellen: Werden bei Gelegenheit noch nachgepostet.


Köln spricht am 03. November 2019 @trafic

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 03. November spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Wie immer erwarten Euch packende Diskussionen gemischt mit einem auflockerndem Kultur-Angebot.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und leckeres Gratis-Catering in dem Wohnzimmer der Demokratie. Jeden ersten Sonntag im Monat von 13.30-20 Uhr.

Wann? 03. Oktober, 13.30-20 Uhr
Wo? trafic, Venloer Str 604 (gut mit der Bahnlinie 3/4 erreichbar)
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Köln spricht am 06. Oktober @Stapelbar

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 06. Oktober spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Wie immer erwarten Euch packende Diskussionen gemischt mit einem auflockerndem Kultur-Angebot.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und leckeres Gratis-Catering auf dem Festival der Demokratie am Aachener Weiher. Sonntag von 13.30-20 Uhr.

Wann? 06. Oktober, 13.30-20 Uhr
Wo? Stapelbar in der Nähe der Haltestelle Venloer Str./Gürtel und S-Bahnhof Ehrenfeld
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Themenabend: Industrie 4.0, 22. September @e-feld

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 22. September spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Dieses Mal über ein ganz bestimmtes Thema: Industrie 4.0. Der genaue Thementable folgt. Die Location steht allerdings schon: Das e-feld bietet genug Platz für Diskussion, Meinung und Chillen mit Sinn!

Wann? 22. September – Uhrzeit folgt, eher nachmittags
Wo? e-feld, Venloer Str. 601, Köln Ehrenfeld
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Köln spricht am 01. September 2019 @Aachener Weiher

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 01. September spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Wie immer erwarten Euch packende Diskussionen gemischt mit einem auflockerndem Kultur-Angebot.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und leckeres Gratis-Catering auf dem Festival der Demokratie am Aachener Weiher. Sonntag von 13.30-20 Uhr.

Wann? 01. September, 13.30-20 Uhr
Wo? Aachener Weiher in der Nähe der Haltestelle Universitätsstraße
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Ein Blick ins Publikum:


Bilderstöckchen spricht am 28. Juli 2019 15 Uhr @ Blücherpark

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] MUTMUSKELTRAINING > EUROPA AKTUELL > HYMNE FÜR EUROPA > OFFENES MIKRO
Am Sonntag, 28. Juli findet ab 15 Uhr die zweite generationenübergreifende Speakers‘ Corner im Blücherpark in Bilderstöckchen statt. Nach der gelungenen Premiere Ende Juni soll auch diesmal das Miteinander-Reden, vor allem das gegenseitige Zuhören und Diskutieren neu trainiert werden, trotz vielleicht konträrer Meinungen.
Weil der Demokratiemuskel den Mutmuskel braucht, haben wir als erste Impulsrednerin der Veranstaltung Tanja Peters eingeladen. Sie hat ein Buch zum Thema Mutmuskeltraining geschrieben und ist der Auffassung, dass man Mut nicht einfach hat oder nicht. Mut ist ein Muskel, den man trainieren kann: Uns nicht vereinnahmen zu lassen, selbstbewusst zu unserer Meinung zu stehen oder sie – genauso gut, wenn nicht noch besser – begründet zu ändern, sie in Diskussionen und auch in größeren Runden zu äußeren. Tanja Peters macht uns mit ihrer eigenen Geschichte und ihren Ideen Mut und Lust, die Stimme zu erheben, uns etwas zu trauen und für uns und andere einzustehen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um das Thema Europa: von der Leyen? strukturelle Änderungen? SOS-Seenotrettung? „Bilderstöckchen spricht“ mit Marzanna Dyjak-Diederich von Pulse of Europe über aktuelle Europa-Themen und darüber, was hilft, den Mut nicht sinken zu lassen und für ein demokratischeres Europa einzustehen.
Martina Neschen lädt uns zum Mitsingen ihrer etwas anderen Hymne für Europa „Froide Elf Null“ ein, bevor es am Ende der Veranstaltung wieder heißt „Offenes Mikro: JEDER darf!“ Kurze Meinungsäußerung, über die anschließend diskutiert werden kann. [/column]
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Köln spricht am 04. August 2019 @Aachener Weiher

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Am 04- August spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Wie immer erwarten Euch packende Diskussionen gemischt mit einem auflockerndem Kultur-Angebot.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und leckeres Gratis-Catering auf dem Festival der Demokratie am Aachener Weiher. Sonntag von 13.30-20 Uhr.

Wann? 04. August, 13.30-20 Uhr
Wo? Aachener Weiher in der Nähe der Haltestelle Universitätsstraße
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Ein Blick ins Publikum:


Köln spricht am 07. Juli 2019 @ Aachener Weiher

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Sonntag spricht Köln wieder miteinander statt übereinander. Und diesmal erwarten euch besonders kontroverse und spielerische Dialogformate. Religiöser Glaube im Jahr 2019: Fluch oder Segen? Unter diesem Titel erwartet dich ein ehemaliger orthodoxer Christ, der inzwischen militanter Agnostiker ist und eine Gläubige Christin zu einem spannenden Streitgespräch über den Sinn oder Unsinn von Glauben. Außerdem malen wir die Zukunft der Stadt Köln aus. Wie sieht Köln 2050 aus, fragen wir in einem DesignDoing-Experiment, dass dich zum Stadtplaner macht. Seenotrettung wird wieder kontrovers diskutiert. Wir haben Seenotretterin Lea zu Gast, die sich all deinen Fragen zur EU-Migrationspolitik. Ein Bericht, aus dem inneren der Seenotrettung, der dich erschaudern lassen wird.

Außerdem viele neue Mitmachformate, Livebands, Netzwerkmöglichkeiten, eine entspannte Atmosphäre und vieles mehr auf dem Festival der Demokratie am Aachener Weiher. Sonntag von 14-20 Uhr, direkt am Biergarten.

Wann? 07. Juli, 13.30-20 Uhr
Wo? Aachener Weiher
Eintritt? Wie immer gibt es keinen Eintritt [/column]
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Ein Blick ins Publikum:


Eins von 86 Veedeln: Warum Bilderstöckchen eine Speakers‘ Corner bekommt

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Köln spricht seit über drei Jahren miteinander statt übereinander. Demokratie-Fragmente ist unser neuer Blog, in dem wir Innenansichten aus dem Sprich-Team publizieren. Was beschäftigt uns aktuell, welchen Herausforderungen stellen wir uns und wo soll unsere Reise hingehen. Diesen Aspekten gehen wir in unregelmäßigen Abständen nach und starten mit der Entstehungsgeschichte von Köln spricht.

– von Miriam, 18. Juni 2019

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Es ist soweit! Am Sonntag, den 30. Juni 2019 um 15.00 Uhr startet die erste Speakers‘ Corner im Blücherpark: „Bilderstöckchen spricht!“, haben wir das Kind genannt und sind superfroh und glücklich, „Köln spricht“ als Hebamme und Taufpaten an unserer Seite zu haben.

Im Unterschied zum „Köln spricht“-Team sind wir einigermaßen alte „Eltern“ einer Speakers‘ Corner und entsprechen wahrscheinlich dem Klischee von älteren Menschen, die sich viel zu viel Sorgen machen und nicht einfach direkt loslegen. Auf jeden Fall hat uns als in vieler Hinsicht beruflich versierten und erfahrenen Bedenkenträgern der jugendliche Mut von „Köln spricht“ gut getan. Das waren erfrischende Generationendialoge, in denen Erfahrungen erzählt, nicht das kalendarische Alter gezählt wird. Davon wollen wir mehr.

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Wer sind wir? Zunächst sind da Chris und Miriam: Wir wohnen in Bilderstöckchen, diesem gerade mal 50 Jahre jungen, kleinen Veedel, das selbst viele Kölsche kaum kennen, und das da so etwas eingequetscht zwischen dem hippen Ehrenfeld und dem gemütlichen Nippes liegt. Ein buntes Veedel, das manchen als „sozialer Brennpunkt“ gilt und einen der schönsten Parks hat, die Köln zu bieten hat. Der Blücherpark liegt uns am Herzen. In sommermondleuchten-den durchtanzten Nächten im Biergarten des Blücherparks haben wir uns kennen und lieben gelernt. Wir haben dort am Kahnweiher unsere Hochzeit und das Leben gefeiert, das uns in den Jahren zuvor so einiges abverlangt, aber eben auch viel geschenkt hatte: War das ein Fest!

Im Blücherpark gehen wir spazieren – gemeinsam, allein oder mit Freundinnen und Freunden. Wenn die Gedanken auf Endlosloop stehen oder die Seele baumeln will, dann drehen wir dort unsere Runden. Jeden Sonntagmorgen um 10:30 Uhr gibt’s im Sommer „Yoga im Park“ – keiner dieser inzwischen x-beliebigen, unzähligen Yogakurse einer urbanen Wellness- und Fitness-Schickeria. Freundin Petra Becker erzieht uns im besten Sinne des Wortes zu einer ganzheitlichen Übungspraxis, die auf dem alten indischen Wissen der Einheit von Körper, Seele und Geist beruht, das sie selbst unermüdlich in Indien studiert.

Das alles verbindet uns mit dem Blücherpark!

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Auch auf Reisen zieht es uns oft in die Parks der Städte. Letztes Jahr schlenderten wir durch den Londoner Hyde Park und standen schließlich vor der altehrwürdigen Speakers‘ Corner, wo sich wütende Brexit-Anhänger*innen und -Ablehner*innen erbittert stritten. Bis heute gehen viele der Demonstrationen in London von dieser Speakers‘ Corner aus. Fasziniert liefen wir von Redner zu Rednerin, lauschten den Diskussionen und waren beeindruckt von dieser Rede- und Debattenkultur. Denn so erbittert die Speaker auch stritten, so erfolgreich (!) mahnten sie sich zum Zuhören und Ausredenlassen: „free speech“. Den ganzen Tag verbrachten wir dort, mieteten uns Liegestühle, lauschten und diskutierten.

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Folge uns auf Facebook 


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Abends stand fest: Wir gründen eine Speakers‘ Corner im Blücherpark. Weil wir überzeugt davon sind, dass in einer Gesellschaft,

  • in der Ängste, Wut und Ressentiments immer stärker um sich greifen,
  • in der die Redekultur abnimmt und sich in Talkshowformaten verliert,
  • in der sich die Urteilskraft allzu oft – wie bei Brot und Spielen im alten Rom – in einem Daumenhoch oder Daumenrunter zu erschöpfen scheint,
  • in der viele Menschen mehr übereinander als miteinander sprechen,

das Miteinander-Reden, vor allem das gegenseitige Zuhören und Diskutieren immer wieder neu trainiert werden muss. Wir wollen ein Demokratiemuskeltraining – nicht zuletzt für uns selbst!

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Seit einem Parlamentsbeschluss vom 27. Juni 1872, dem Royal Parks and Gardens Regulation Act, darf … jede*r ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten

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Wie oft passiert es uns, dass wir nicht zuhören, dass wir allzu schnell abwerten, ohne zuerst einmal den Geltungsanspruch unserer Meinungen und Werturteile einzuklammern, um das Gesagte in Ruhe hinterfragen zu können oder dass wir ins Wort fallen oder uns um des lieben faulen Friedens willen mit oberflächlichen Wortgeplänkeln zufrieden geben. Uns direkt abwenden oder, je nach Tagesform ängstlich, wütend, zynisch oder anderweitig verbal arrogant – und das heißt vielfach unsicher – dazwischenhauen, wenn jemand rechts von dem, was wir als links betrachten, rhetorische Register zieht.

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Zurück in Bilderstöckchen recherchierten wir: Seit einem Parlamentsbeschluss vom 27. Juni 1872, dem Royal Parks and Gardens Regulation Act, darf am nordöstlichen Ende des Hyde Parks in London jede*r ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten und die Passanten*innen und Flaneur*innen um sich versammeln.

Ein paar Klicks weiter stießen wir auf die Speakers‘ Corner von „Köln spricht“ am Aachener Weiher. Die gibt es schon drei Jahre und war tatsächlich komplett an uns vorbei gegangen. Manchmal ist Köln schon toll. Nichts wie hin. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und direkt mit Rat und Tat unterstützt.

Im weiteren Freund*innen- und Bekanntenkreis fanden wir Mitstreiterinnen: Martina Thomas und Barbara Maubach, die für die Kölner Freiwilligenagentur im Januar eine inspirierende Veranstaltung mit Jürgen Wiebicke über sein Buch ‚Regeln für Demokratieretter‘ organisiert hatten, sind nun mit von der Partie. Cornelia Gürtler, mit der Miriam vor Jahren gemeinsam mit Irene Franken vom Kölner Frauengeschichtsverein eine politisch-kulturelle Diskussionsrunde mit dem schönen Titel „Politur“ organisiert und moderiert hat, ist ebenfalls am Start. Britt May und unser Freund Mahdi Hakim schlossen sich an und bringen ihre Kreativität mit ein.

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Viel unkomplizierter als wir befürchteten flatterten die Zusagen der Impuls-Redner*innen in die Mailfächer.

So now we proudly present:

Bilderstöckchen spricht! Speakers‘ Corner im Blücherpark

Und Du! Was sagst Du dazu?

Rede mit!  Am Sonntag, den 30. Juni 2019 um 15.00 Uhr im Blücherpark!

Bei Fragen, Anregungen, Themen- und/oder Redner*innenvorschlägen bitte einfach melden bei Chris Weber und Miriam Haller

bilderstoeckchen.spricht(at)gmail.de

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Köln spricht im Juni – der Demokratie-Marathon (Alle Daten)

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[column sm=“8″ offset_sm=“2″] Wir feiern im Juni den Demokratie-Marathon. Ein Monat randvoll mit spannenden Diskussionen, guter Live-Musik und entspannter Atmosphäre. Wo? Wann? Lest Euch rein:

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– 09.06. Gutem Begegnen – das mitmach #Festival am Ebertplatz
http://gutembegegnen.koeln/

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– 15.06. Zusammen Leuchten – das Rausgegangen​ Festival
https://www.zusammen-leuchten.de/

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– 22.06. AWO-Veranstaltung zum Frauenwahlrecht
(nähere Infos folgen)

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– 30.06. Podiumsdiskussion mit Selina Pfrüner​ zum Thema Vollverschleierung
https://www.selinapfruener.de/ausstellung-munaqabba-2019/

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Jetzt seid ihr mit den wichtigsten Terminen des Junis versorgt, könnt das Smartphone ausschalten und das Wetter genießen![/column]
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Ein Blick ins Publikum unserer Veranstaltung im April:


Wahl-O-Mat LIVE von Köln spricht & 922m2 @Brüsseler Platz, 25.05.2019

Wir erwecken den Wahl-O-Mat zum Leben. Köln spricht und 922m2 laden zum interaktivsten Politgespräch vor der Europawahl ein.

Wo? Kirche am Brüsseler Platz?
Wann? 26. Mai, 13-17 Uhr

Egal ob Cafe- oder Kölschtrinker_in, Politikexperte oder völlig Ahnungslose_r bei uns lernt ihr spielerisch die wichtigsten Partei-Standpunkte kennen. Gemeinsam erschaffen wir einen völlig offenen Raum, der Gruppendiskussionen & Zwiegespräche zwischen Freunden und noch Unbekannten ermöglicht: Private Seenotrettung oder ausbau von Frontex, EU-Türkei Deal, Transnationale-Listen, ein europäischer Mindestlohn oder eine Finanztransaktionssteuer, mehr soziale Standards in Europa oder nationale Alleingänge? Wollen wir mehr Europa oder nationale Souveränität. Über diese und weitere Themen tauscht ihr euch aus, vergleicht Parteipositionen und lernt Perspektiven von anderen Wählern kennen. Gemeinsam verwandeln wir den Brüsseler Platz in einen interaktiven Wahl-O-Mat.

Die Europawahl rück näher – wer blickt durch? Welche Fragen sind bei euch noch offen? Schwankt deine Wahlentscheidung oder willst du andere überzeugen? Am Tag vor der Wahl steht alles noch offen.

Am 26. Mai ist Stichtag und knapp 400 Mil. Wahlberechtigte Europäer*Innen werden in 28 EU-Staaten (aktuell inkl. Großbritannien) aufgerufen, die 751 Sitze des Europäischen Parlaments neu zu besetzen. Klar ist, es wird die umstrittenste Parlamentswahl in der Geschichte der EU, weil für alle ersichtlich ist, wie rau die Töne um die europäische Integration sind. Sorge bereitet der unsortierte Brexit oder starke Rechtspopulistische Allianzen und eine anhaltende ökonomische Stagnation. Dem gegenüber stehen aber auch Parteien mit Visionen und weitgehenden Forderungen zur Reformation der EU-Institutionen.

Dabei geht es eigentlich um die Frage – was wählst du? Um dir dabei zu helfen erwecken wir den Wahl-O-Maten zum leben. Es geht um deine Zukunft, das Kreuz dass du am 26. Mai setzt.

++ alle sind willkommen ++
++ Lass deine „Stimme“ sprechen ++